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Geschichte der K.Ö.St.V. Guelfia (gegr. 1909)

 

Bereits Aristoteles hat festgestellt, dass der Mensch ein geselliges Wesen ist. Und das man wesentlich erfolgreicher ist, wenn man sich mit mehreren Gleichgesinnten zusammenschließt.

 

Bis zum Ende des 1. Weltkrieges war es unter 18 Jährigen verwehrt, sich in Vereinen zusammen zu schließen. Dennoch entstanden viele geheime Bünde.

Einer dieser Bünde war die Lehrlings- und Schülervereinigung "Carola". Vieles ist über sie nicht bekannt, außer das sie lila Kopfbedeckungen trug. Jeder Gymnasiast trug in der Monarchie noch so eine Mütze.

In den Jahren 1908 und 1909 wurden die Kontakte zu den damals ebenfalls verbotenen Mittelschulverbindungen intensiviert und am 23. Dezember 1909 wurde Guelfia gegründet. Aufgrund der ständigen Furcht von den Schulbehörden bemerkt zu werden, entwickelte sich die junge Verbindung nicht im erhofften Maß.

Man darf nicht vergessen, dass ein Auffliegen der Verbindung beziehungsweise Zugehörigkeit zu dem Rauswurf aus der Schule führte.

 

So wurde kurz darauf eine Fusion mit der im gleichen Jahr gegründeten Gothia geschlossen, unter welchen Bedingungen eine Wiederbegründung der Guelfia als eigenständige Verbindung möglich war.

Bereits wenige Semester später konnte dies erfolgen, doch wurde durch den ausbrechenden Weltkrieg alles zu Nichte.

Als 1920 zu einer Wiederbegründung geschritten werden konnte, hatte sich einiges radikal geändert. Man gehörte nicht mehr zur kleinen deutschen Bevölkerung eines Vielvölkerstaates, sondern Österreich war zu einem - wie man dachte - kaum lebensfähigen Staat geschrumpft.

Doch man war nicht mehr gezwungen, sich in die Illegalität zu verstecken, da mittlerweile das Koalitionsrecht, d.h. das Versammlungsrecht, auf alle Bürger über 14 Jahre erweitert worden war.

Guelfia konnte als ordentlicher Verein gegründet werden. Trotz der wirtschaftlich schwierigen Zeiten konnte sich die Verbindung relativ gut entwickeln, so gelang es 1928 eine Tochterverbindung in Baden zu gründen.

Dennoch war man allen Problemen, unter denen die gesamte österreichische Gesellschaft litt, unterworfen.

Bereits früh erkannte man die Gefahr, die vom Nationalsozialismus ausging und entfernte alle Mitglieder, die mit dieser menschenverachtenden Ideologie sympathisierten. Mit der feindlichen Okkupation der Heimat durch Nazi- Deutschland, wurden alle "regimefeindlichen Organisationen" aufgelöst, so auch unsere Guelfia.

Als nach dem Krieg Österreich als eigenständiger Staat wieder errichtet wurde, taten sich auch die überlebenden Guelfen zusammen und taten selbiges mit ihrer Guelfia.

Guelfen arbeiteten massiv an der Wiederherstellung unseres Österreichs mit, so zum Beispiel verbindet wohl jeder den Staatsvertrag von 1955 mit unserem Bundesbruder Leopold Figl. Guelfia erlebte in den folgenden Jahren mehrere Höhen und Tiefen.

 

Derzeit ist die Katholische österreichische Studentenverbindung Guelfia eine verhältnismäßig kleine Verbindung mit knapp 80 Mitgliedern, die in Wien als aktive Verbindung bekannt ist, die treu zu ihren Prinzipien steht und einen guten Zusammenhalt zwischen den einzelnen Mitgliedern pflegt.



Autor: pancsova -- 18.7.2009 11:28:11


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